Willkommen

•September 13, 2008 • 2 Kommentare

Willkommen in meiner kleinen Ecke des Internets und zugleich meinem externen Gedächtnis. Hier finden sich Gedanken, Glossen, gelegentliche Gedichte, Fotos und anderes mehr. Viel Spaß beim Stöbern!

Book

Impressions from Lisbon

•November 15, 2009 • 1 Kommentar

The Rossio square:

Rossio

The Tower of Belém:

Torre de Belem

The Tower of Belém – View from inside:

Torre de Belem - View from inside

The Bica Cable Car:

Bica Cable Car

Baixa at dusk:

Baixa at dusk

Elevator Stanta Justa:

Elevador Santa Justa

Cemetry of Prazeres:

Cemetry of Prazeres

Street Car no 28:

Tram No 28

Gives You Hell

•September 5, 2009 • Kommentar schreiben

Sid

•August 27, 2009 • Kommentar schreiben

Apropos Ice Age 3… ich finde, dieser Baum sieht verdächtig aus wie Sid.

Sid

Sammeln

•August 27, 2009 • Kommentar schreiben

Ich hatte schon immer einen Hang dazu, Dinge zu sammeln. Wenn man aus einer sammelwütigen Familie kommt, wird einem das quasi in die Wiege gelegt.

Als kleines Kind sammelte ich, was kleine Kinder eben so sammeln. Blumen, interessante Steine, Muscheln am Strand. Mein Vater pflegte mich liebevoll einen „lebenden Vollernter“ zu nennen. Leute glaubten, ich wäre traurig, weil ich oft gesenkten Blicks die Straße entlang ging. Dabei schaute ich nur, ob am Wegesrand nicht irgendetwas Interessantes liegt. Auf die Art und Weise findet man neben Kuriosem und Erstaunlichem auch viel Kleingeld – und einmal sogar einen 20-Mark-Schein. Damit habe ich dann meine Familie zum Eisessen eingeladen.

Ich liebte es auch, für meine Eltern Blumensträuße zu pflücken – bis man mir eines Tages über den Nikolaus mitteilte, dass man die Blümchen doch besser stehen lassen sollte… Steine und Muscheln waren die nächste Leidenschaft. Besonders stolz war ich auf meinen Amethyst in Blütenform, meine Sandrose, die bunten Achatscheiben und einige große Südseemuscheln, die ich auf dem Flohmarkt gekauft hatte.

Überhaupt Flohmärkte. Eltern, die ihre Kinder regelmäßig dorthin mitnehmen, sollten sich nicht wundern, wenn sie sich bald eigene Sammelgebiete zulegen. Mir hatte es als nächstes blaues Glas angetan. Schalen, Becher und Vasen aus dem Material trug ich zusammen. Am liebsten war mir ein kräftiges Dunkelblau.

Auch Briefmarken habe ich mal gesammelt – oder, besser gesagt: Sie wurden für mich gesammelt. Mein Opa legte für mich ein Briefmarkenalbum an, das ich ab und an ergänzte. Ganzer Stolz hier war eine dreieckige Briefmarke aus dem Kongo. Allerdings konnte mich die Philatelie nie so recht begeistern.

Danach kamen die Überraschungs-Ei-Figuren. Die hat wohl jeder irgendwann einmal gesammelt, aber ich fing früher damit an als die meisten und hörte auch nicht auf, als der große Hype nachließ. Zwerge, Happy Hippos und Peppy Pingus sammelten sich in Kisten und Schachteln. Kaum 13 Jahre alt verfluchte ich meine kindliche Unwissenheit, die mich gut zehn Jahre zuvor eine – jetzt wertvolle – Figur eines kleinen Hasen aus der Tao Tao-Serie beim Spielen hatte verstümmeln lassen. Ein Ohr war komplett weggebrochen, die Farbe im Hasengesicht abgeblättert. Noch mehr schmerzte allerdings das Wissen, dass ich mit der Figur auch einen der raren Beipackzettel gehabt haben musste. Der war vermutlich damals im Papierkorb gelandet… Irgendwann gefielen mir aber die neuen Figuren nicht mehr und ich gab mein lange gepflegtes Hobby auf. Die letzte Serien, die ich mir zulegte, waren nach längerer Sammelpause die Figuren zu den „Herr der Ringe“-Verfilmungen.

Bücher waren dagegen schon immer Sammelgegenstand. Richtig schlimm wurde es aber erst während der Studienzeit. Die Regale platzten aus allen Nähten, obwohl die Bücher schon zweireihig standen und andere noch quer obendrüber lagen. Mehrere Umzüge lassen mich aber mittlerweile die Situation überdenken. Nochmal möchte ich all diese zentnerschweren Bücherkisten nicht aus dem dritten Stock runter und woanders in den vierten Stock hoch schleppen. Ohne Fahrstuhl wohlgemerkt. Also habe ich mir jetzt einen Bibliotheksausweis besorgt – so lebt es sich doch leichter.

Meine neueste (auch schon wieder ein paar Jahre alte) Sammelleidenschaft ist dank digitaler Technik relativ platzsparend: Ich sammle Fotos, am liebsten von lachenden Gegenständen (siehe ältere Blogeinträge), aber auch von Menschen oder Pflanzen. Hier kommt mir der seit frühester Kindheit trainierte Blick auf den Wegesrand zu Gute. Oft sehe ich Sachen, die vielen anderen gar nicht auffallen würden. Die Blumen, die ich als Kind noch mit Begeisterung abpflückte, lasse ich jetzt lieber stehen und zücke die Kamera. Keine Kisten und Schachteln mehr, keine vollen Regale. Nur Speicherplatz brauche ich jede Menge. Aber dafür gibt es ja jetzt Terrabyte-Festplatten…

Sommer

•Juli 20, 2009 • Kommentar schreiben

Schmetterling Schmetterling_2

Fragen

•Juli 20, 2009 • Kommentar schreiben

Wenn ich geh’
Wohin?

Wenn ich seh’
Was?

Wenn ich steh’
Wo?

Wenn ich mich dreh’
Wie?

Wenn ich dich anfleh’
Warum?

Videos – ganz wörtlich

•Juli 19, 2009 • Kommentar schreiben

Mit Musikvideos kann man eine Geschichte erzählen, eine Band oder eine/n Sänger/in in Szene setzen oder Zuschauer schocken. Manche Videos kommen mit einer einzigen Location (und einer sehr künstlerisch-surrealen Protagonistin) aus, wie das Video zu „Wuthering Heights“ von Kate Bush, andere sind (inhaltlich fragwürdige) Mini-Holywood-Blockbuster wie „Estranged“ von Guns ‘N Roses. Manche sind sehr ästhetisch (REM – „Losing My Religion“), andere will man eher kein zweites Mal sehen (Radiohead – „Paranoid Android“).

Selten passiert im Video aber genau das, worum es im Songtext geht. Eine Reihe von Leuten hat sich zur Aufgabe gemacht, das zu ändern und wörtliche Versionen der Videos erstellt. Erdacht hat dieses geniale  Konzept ein gewisser Dusto McNeato. Und so geht’s: Man schnappt sich die Karaoke-Version des gewünschten Songs und legt eine eigene Tonspur drüber, in der man besingt, was tatsächlich gerade im Video passiert. Bei manchen Amateur-Versionen können einem zwar die Ohren bluten, aber wenn die „literal versions“ gut gemacht sind, sind sie zum Schreien komisch.

Hier mal drei Beispiele, die mich absolut überzeugt haben:

AHA – „Take on me“

Bonnie Tyler – „Total Eclipse Of The Heart“

Meat Loaf – „Anything For Love“

Viel Vergnügen!!!

Kopflos

•Juli 18, 2009 • Kommentar schreiben

Mann kann merkwürdige Dinge finden, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht. Etwa diesen Kopf im Erdgeschoss-Fenster eines Hauses in der Innenstadt. Wohnen dort vielleicht eine angehende Kosmetikerin oder ein Friseur-Lehrling, die das Ding zum Üben brauchen? Und wenn ja, warum haben sie den Kopf dann ins Fenster gelegt? Weil sie mit der Ausbildung fertig sind und sich das Üben erledigt hat? Oder um harmlose Passanten zu erschrecken? Vielleicht gehe ich einfach nochmal dort vorbei und frage mal nach…

Kopf

Wire to Wire

•Juli 18, 2009 • Kommentar schreiben

Depeche Mode

•Juni 14, 2009 • Kommentar schreiben

Ich habe zum ersten Mal über ein halbes Jahr im Voraus Karten für ein Konzert gekauft. Letzten November. Die Umstände sind zu kompliziert, um sie hier zu erläutern. Im Endeffekt war meine Begleitung eine andere als geplant, aber ich hätte mir keine bessere wünschen können. Das Konzert war gestern im Münchner Olympia-Stadion. Auf der Bühne: Depeche Mode.

Es hat immer etwas Merkwürdiges, eine Band zu sehen, die es schon (fast) länger gibt, als man selbst auf der Welt ist und von der man nicht gedacht hätte, dass man sie mal live erleben würde. Ähnlich ging es mir 2002 mit The Sisters Of Mercy.

Die Orga am Stadion ließ etwas zu wünschen übrig und wenn Security die Fan-Menge am Einlass ohne Megaphon (will sagen, man hat nix verstanden…) dazu auffordert, brav Zweierreihen zu bilden, darf man ihnen eine gewisse Weltfremdheit unterstellen. Am Ende hat’s auch so geklappt.

Wir erobern uns gegen 17:30 Uhr einen recht guten Platz ganz mittig an der dritten Absperrung (hier beginnt die Preisklasse „Arena Stehplatz“ – die besseren Tickets waren schon im November vergriffen), um uns dann zwei Stunden im brütenden Sonnenschein die Beine in den Bauch zu stehen. Pünktlich um halb acht beginnt die französische Vorband M83 mit ihren atmosphärischen Elektroklängen. Prinzipiell eine gute Einstimmung, allerdings eher chillig als aufheizend. Schade ist auch, dass die Band bis auf die kurze Ansage, sie seien M83 und es wäre ihnen eine Ehre DM zu supporten, keinen Kontakt zum Publikum aufbaut. Selbst die Sängerin schaut nur auf ihr Keyboard.

Kurz vor neun kommen endlich Depeche Mode auf die Bühne und eröffnen mit „In Chains“ und „Wrong“, zwei Stücken vom neuen Album „Sounds Of The Universe“. Dave Gahan, zu Beginn ganz in schwarz, lässt bald (und sehr zur Freude einiger weiblicher Fans) einige überflüssige Hüllen fallen. Er scheint gut gelaunt und tanzt wild mit seinem Mikroständer über die Bühne. Die Blasenkrebs-OP vor wenigen Wochen merkt man ihm jedenfalls nicht an. Martin Gore erscheint in einem futuristischen Silber-Outfit, ein Stilzug, der später noch überspitzt aufgegriffen wird: Bei „Enjoy The Silence“, dem ersten großen Highlight des Abends, tauchen Dave, Martin und Andy auf der Videoleinwand in Astronautenanzügen auf. Auch DM geizen etwas mit Ansagen und Kommentaren (außer einem wiederholten „Yeah, that’s right“ von Dave Gahan) und spulen gekonnt und routiniert ihre Show ab. Die Lichteffekte sind zurückhaltend, die Videoinstallationen zu den einzelnen Songs gelungen, vor allem zur Zugabe „Personal Jesus“. Zwei Songs singt Martin, darunter „Jezebel“ vom neuen Album, ein fast schon DM-untypisches, aber sehr stimmungsvolles Stück. Martins Stimme ist nuancenreicher als Daves, hat allerdings keinen so hohen Wiedererkennungswert. Auch wenn es Bands sicher irgendwann langweilt, immer wieder ihre alten Hits zu spielen – das Publikum will sie hören und Lieder wie „Walking in my Shoes“ sind einfach nach wie vor großartig. Zum – vorerst – letzten Song „Never Let Me Down Again“ recken sich tausende Paar Arme in die Höhe und schwenken im Takt. Die Kamera fängt das von der Bühne aus ein und beschert den Fans so auf den Leinwänden einen wirklich grandiosen Anblick. Von da oben muss das irre aussehen, denkt man instinktiv. Vielleicht ist das der Grund, warum Bands immer wieder anstrengende Welt-Tourneen auf sich nehmen. Nach mehreren Zugaben folgt als gelungener Abschluss das wunderschön-melancholische „Waiting For The Night“, gesungen von Dave und Martin ganz vorne an der Bühnenkante.

Dave winkt noch einmal ins Publikum: „See you next time!“

DM 1 DM Publikum DM 2